Sonntag, 25. März 2012

Immer auf die Zwölf

Hey, was für ein Frühling...herrlich. Ich muss gestehen, dass 2012 und ich in den ersten 3 Wochen nicht wirklich gut miteinander konnten. Dieses Jahr ist mir bereits nach ein paar Tagen tierisch auf die Nerven gegangen. Aaaber, man muss auch verzeihen können. Rückblickend hat sich das erste Quartal fantastisch entwickelt. Interessante Projekte, tolle Jobs, nette Menschen. Vorallem zu Letzterem gibt es eine schöne Geschichte...dazu alsbald mehr. Den vorläufigen Höhepunkt des ersten Viertels habe ich heute erlebt. Hmm, stimmt so nicht ganz. Ich habe ihn mir erkämpft. Mit Fäusten und pfeilschnellen Kicks. Nee, ich war nicht in eine Wirtshausschlägerei verwickelt. Ich war beim Kickboxen!

Eigentlich bin ich todmüde und wollte den Text erst morgen verfassen. Ich fürchte jedoch, das geht dann nicht mehr. Wahrscheinlich werden meine oberen Extremitäten erst in 2-3 Tagen wieder voll einsatzbereit sein. Weil...Kickboxen ist sauanstrengend, aber auch irgendwie sexy. Man muss sich ja nur den Körper von Christine Theiss (Weltmeisterin im Vollkontakt-Kickboxen) anschauen. Da will ich hin! Ja, ja, schon gut. Ich sollte unbedingt mit den Tagträumen aufhören. Obwohl...der Mensch braucht Ziele...

Aber zunächst galt es, sich die Kommandos draufzuschaffen. 1=linke Faust, 2=rechte Faust, 3=linkes Bein, 4=rechtes Bein. Klingt super simpel. Für einen Koordinationsklaus wie mich jedoch durchaus eine Herausforderung. Zumal die Kommandos von Susanne Jabs wie aus der Pistole geschossen kamen.

Boxen zu Heavy Metal  hat was. Das ist unheimlich motivierend und treibt einem die Nettigkeit aus dem Leib. Ich hatte deutlich weniger Hemmungen zuzuschlagen. Denn soviel ist mal klar, Kickboxen ist nicht Schwanensee. Da kommt man mit höfischem Getue nicht weiter. Ich finde das ja extrem befreiend...




Nach zwei Stunden Workshop im TIPPVITAL Studio hatte ich zwar keinen trockenen Faden mehr am Leib, aber ich war ausgepowert, glücklich und komplett aggressionsfrei. Ich will das weitermachen. Das gute Gefühl nach dem Training macht süchtig. Kickboxen, das bedeutet Konzentration, Kraft und Kondition. Ein intelligenter, anspruchsvoller Sport. Perfekt für einen tollen Körper und ein ausgeglichenes Nervenkostüm.

Sonntag, 8. Januar 2012

Bubble & Squeak

Ich bin ja der festen Überzeugung, dass es nicht nur die eine große Liebe im Leben gibt. Bisher hatte ich das Glück, gleich mehreren begegnet zu sein und bis heute lebe ich alle mit intensiver Leidenschaft. Eine davon ist das Kochen. Früher schaute ich mir gerne Kochshows an, ließ mich inspirieren und habe mir auch den ein oder anderen Kniff abgeguckt. Tja, bis alle Sender anfingen, das Thema bis zur Schmerzgrenze auszureizen. Kochlöffelschwingende Promis auf allen Kanälen. Wobei man ja nicht mehr unterscheiden kann, wer ist nun der Promi und wer der Koch? Irgendwie sind die Grenzen da fließend! Es gibt nur noch eine Handvoll, die mich wirklich begeistern. Witzigerweise fast alle aus England. Zum Beispiel Jamie at Home. Für mich eine der sinnlichsten Produktionen überhaupt. Ich möchte nach jeder Folge sofort ein neues Leben auf dem Land beginnen. In ein Cottage ziehen...irgendwo in England. Das wollte ich übrigens auch nach Liebe braucht keine Ferien. Gemeinsam mit Jude Law...aber das ist eine andere Baustelle ;-)

Cottages ziehen mich halt magisch an. War schon immer so. Ich würde mein eigenes Obst und Gemüse anbauen. Glückliche Hühner züchten. Freunde mit eigenen Kochkreationen an meine riesige Holztafel locken und am flackernden Kaminfeuer (zwei Schäferhunde zu meinen Füßen) meinen ersten Bestseller schreiben. Ein Kochbuch, ist doch klar!  Jaaa, so sieht es aus...mein kleines Stückchen Sozialromantik. Und genau diesen Nerv trifft Jamie Oliver.
Ich habe sein kongeniales "Bubble & Squeak" ausprobiert und es doch ein wenig abgewandelt:

Zutaten
3 Handvoll gewürfelte Kartoffeln
Jeweils 1/2 Handvoll gewürfelte Kohlrabi, Möhren, Knollensellerie, Steckrübe, Rosenkohl
2 Frühlingszwiebeln
1 TL getrockneter Salbei
Olivenöl
Butter
Pfeffer und Salz

Zubereitung
Folge dem Link "Jamie at Home"

Dem gesalzenen Kochwasser habe ich noch einen TL getrockneten Salbei beigefügt - köstlich!
Das Kochwasser bloß nicht wegschütten, es ist eine superaromatische Basis für Sossen und Suppen!!!

Einen Frischekick bekommt "Bubble & Squeak" durch das Untermengen von klein geschnittenen Frühlingszwiebeln, die nur ganz kurz mitgeschmort werden sollten. Dazu passt natürlich die göttlich aussehende Bratwurst von Jamie, aber auch ein simples Spiegelei. Ich kann nur sagen: Genial einfach, einfach genial!

Aber...ich liebe nicht nur die Rezepte und Bilder...auch der Song ist wunderschön♥

Tim Kay My World

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Meine liebste Auszeit findet gerade jetzt statt. "Zwischen den Jahren" . Fünf Tage im Niemandsland, die mir seit jeher heilig sind. Meine ganz persönliche Zeit der Besinnung. Keine geschäftlichen Termine. Kein Konsum. Kein Freizeitstress.
Jetzt riskiere ich einen Blick zurück. Ziehe Bilanz. Wen oder was lasse ich lieber zurück? Was lief so richtig gut und wo habe ich mir eine blutige Nase geholt?
Welche Menschen möchte ich auch 2012 gerne an meiner Seite wissen? Wer wird mir begegnen und wieviele Träume werde ich verwirklichen können? 

Ich weiß ja, es ist Quatsch, aber ich habe zu jedem Jahreswechsel das Gefühl, die kommenden 365 (366!) Tage lägen wie ein unbeschriebenes Blatt...mit unzähligen Chancen... vor mir.                  Alle Zeichen stehen auf Neubeginn. Das finde ich, Jahr um Jahr, wunderschön. Ich freue mich auf alles was kommt und...um es mit Edith Piaf zu sagen:


Verabschieden möchte ich mich für dieses Jahr mit Hermann Hesse und wünsche allen Freunden, Kunden und Lesern einen glücklichen  Start in ein hoffentlich sorgenfreies, gesundes und spannendes 2012!!!



Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Vrolijk Kersfeest en 'n gelukkige nuwe jaar

Mit diesen besten Wünschen verabschiede ich mich in meinen, wie ich finde, wohlverdienten Urlaub. Kräfte sammeln und schon mal überlegen, mit welchen guten Vorsätzen ich ins neue Jahr starten möchte. Zum Beispiel einen Niederländisch-Kurs belegen. Ich habe mich bereits zu einem Schnupperkurs angemeldet. Ernsthaft!  Eine Sprache, in der Moped "bromfiets" heißt, muss man doch einfach erlernen! Aber dazu mehr zum Jahreswechsel...

In diesem Sinne: Past bij u op en een ontspannen Kerstmis seizoen ♥


    





Dienstag, 13. Dezember 2011

Neues aus der Klinik

Ich bin leidend. Und das finde ich nicht richtig. Denn eigentlich bin ich nie krank. Die letzte nennenswerte Erkältung hatte ich, da waren die Strassen noch nicht geteert. Aber nun hat es mich erwischt. Eiskalt. Glasige Augen, Niesanfälle, Halsweh, Schluckbeschwerden, Zahnfleischjucken (!!!) und -last but not least- Reizhusten. Das ganze Programm. Ich mache halt keine Gefangenen. Alles ist irgendwie furchtbar. Aber der Husten, der nervt mal richtig. Die ganze Nacht habe ich kein Auge zugetan. Meine Nachbarn im Übrigen auch nicht. Mit Mitgefühl ist von dieser Seite also kaum zu rechnen. Ein Mann würde sich in solcher Situation zum Sterben in ein stilles Eckchen zurückziehen. Typische Symptome eines Männerschnupfens eben. Aber ich bin eine Frau. Mit einem Messer im Rücken gehe ich noch lange nicht nach Hause. 
Als Heilpraktikerin in spe bin ich ein großer Fan alternativer Heilmethoden. Nun las ich in meiner neuen Bibel Koch Dich glücklich mit Ayurveda, dass frischer Basilikumtee mit Ingwer und Honig wahre Wunder bei Erkältung bewirken soll. Tja, schade eigentlich. Kein Basilikum im Haus. Also, Plan B: Warme Milch mit frisch geriebenem Ingwer und Akazienhonig.
"Wissen vom Leben" aus Indien meets Oma`s Hausmittel aus Bottrop Batenbrock. Und was soll ich sagen? Schmeckt gar nicht mal so unsexy. Wohltuend warme Milch, süßer Honig und die Schärfe des Ingwers legen sich schmeichelnd um die Entzündung und lindern fast augenblicklich den Schmerz. Ein tolles ayurvedisches Hausrezept. Gut für Gesundheit & Gaumen.

Zutaten:
0,3 l warme Milch
1-2 TL Honig
1 daumengroßes Stück Ingwerwurzel (fein gerieben)


Ingwer ist ein Tausendsassa und hilft u.a. auch wirkungsvoll gegen Übelkeit und Verdauungsbeschwerden.    
Tipp: Frische Ingwerknollen erkennt man an einer glänzenden und glatten Schale.



Sonntag, 11. Dezember 2011

Zum Vorletzten was Feines auf die Ohren

Ein musikalischer Gruß zum 3. Advent mit einem wunderschönen Song von Chris and Thomas. Das Album "land of sea" empfehle ich allerwärmstens. Genau das Richtige für kuschelige Tagträume an kalten Wintertagen. 



Samt diesem Ohrwurm und Hund verabschiede ich mich nun zu einem ausgedehnten Spaziergang in den Uhlenhorst.

In diesem Sinne... ich wünsche euch einen traumhaft verträumten Sonntag

Dienstag, 6. Dezember 2011

Schmuddelwetter = Schmökerwetter

Im letzten Jahr an Heiligabend habe ich "angerichtet" von Herman Koch geschenkt bekommen.

Klappentext & Kritiken

Keine 48 Stunden später waren alle 310 Seiten verschlungen.
 Ich glaube, mehr Empfehlung braucht ein Buch nicht!