Donnerstag, 9. Januar 2014

Bananen-Schoki-Brot

Also eigentlich trifft *Brot* es nicht so ganz. Dieser super-saftige Gaumenschmeichler hat eine eher kuchige Konsistenz. Ein bisschen wie ein besonders schlotziger Rührkuchen, nur nicht ganz so gehaltvoll...naja, mal abgesehen von der Schokolade. Egal! Kalorien zählen wir erst ab morgen wieder ☻

Mein erstes Bananenbrot hatte ich vor vielen Jahren auf Jamaika. Ein Gedicht zum Frühstück. Ein Obstsalat dazu und meine Welt war in Ordnung. Die fruchtige Frische der Früchte und die bananige Süße des Brotes sind zwei, die besonders gut miteinander können.

In der Karibik und auch in den USA findet sich Bananenbrot auf fast jedem Frühstücksbuffet.

Lange habe ich nach einem Rezept gesucht und bin eher zufällig über eines gestolpert.



Hier und da habe ich an den Zutaten geschraubt...so lange, bis es dann endlich zu meinem Bananen-Schoki-Brot wurde.

Das brauchst Du

120 g Butter
150 g Weizen-Mehl
  50 g Dinkel-Vollkornmehl
100 g Kokosschokolade (Romy)
80 g brauner Rohrzucker (unraffiniert)
2 sehr reife Bananen (die Schale darf gerne ganz dunkelbraun sein)
2 Eier
3 TL Backpulver
3 EL Milch (Kuh- oder pflanzliche Milch)
1 Prise Salz

1 Kastenform 30 cm


So geht das

Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Schokolade fein raspeln und mit der Banane in einer Küchenmaschine (z.B. Thermomix)  oder mit dem Handmixer verrühren. Die zwei Eier, Butter, Milch und den Zucker hinzufügen und zu einer homogenen Masse vermengen. Zum Schluss das Mehl mit dem Backpulver und Salz hinzufügen und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.

Teig in die eingefettete Form (Silikon muss nicht eingefettet werden) füllen und 45-55 Minuten backen (Holzspieß-Test nach 45 min).

Ich esse das Bananenbrot am liebsten pur - noch leicht warm- oder mit einem Klecks selbstgemachter Erdbeermarmelade. Lecker ♥♥♥



Mittwoch, 16. Oktober 2013

Schwuppdiwupp Kürbissupp ♥

Guten Tag,

ich bin`s, die Blondine mit dem Cup Cake auf der Hand ...Vielleicht erinnert sich der ein oder andere?! Einer meiner Vorsätze für 2013 war ja, die Kokette Krokette so richtig nach vorne zu bringen. Mit regelmäßigen Posts und spektakulären Rezepten. Tja, das hat ja mal richtig gut geklappt. Immerhin drei Einträge! Was soll ich sagen...die letzten Monate steckten halt voller Herausforderungen! Kulinarisches auf dem Schiff. Kulinarisches vor der Kamera. Kulinarisches auf dem Papier. Aber jetzt wird es endlich wieder Zeit für...ja, genau...Kulinarisches im Netz.

Als soften Einstieg habe ich mich, der Jahreszeit entsprechend, für was Leckeres mit Kürbis entschieden.
Ich liebe den Herbst und ich liebe Suppen. Ergo gibt es ein Blitz-Rezept für einen sämigen Traum in Orange.

Nun habe ich sicherlich das Rad nicht neu erfunden, aber ich mag nun mal am allerliebsten die indische Variante. Die ist sehr unkompliziert und kommt mit absoluter Geling-Garantie daher.

Das braucht ihr:

1 Hokkaido Kürbis (mittelgroß)
1,5 l Gemüsefond
1 Dose Kokosmilch
2 Zimtstangen
1/2 Mango
1-2 Knoblauchzehen (nach Gusto)
1 Zwiebel
1 daumengroßes Stück Ingwer
2 EL indische Curry Paste (Mild oder Hot)
1-2 TL Bengal Hot Mango Chutney (very, very hot...also quasi hot hot!!!)
Garam Masala
Salz


So geht das:

Den ganzen Kürbis bei 90 Grad Umluft im Backofen weich garen. Das erspart das mühsame Zerkleinern, der kleine Kerl ist nämlich ein ziemlicher Dickkopf. Nach ca.1 Stunde ist er butterweich und kann problemlos weiterverarbeitet werden. Die Kerne und Fasern entfernen. Das Kürbisfleisch, die halbe Mango und die Zwiebel in grobe Stücke schneiden. Mit dem Gemüsefond  in einen Topf füllen. Geriebenen Ingwer, Knoblauch, Zimtstangen, Curry Paste und Chutney hinzufügen und ca. 30 Minuten bei mittlerer Temperatur leicht köcheln lassen (die Zimtstangen entfalten jetzt ihr süß-würziges Aroma). Dann die Zimtstangen aus dem Topf fischen und mit dem Zauberstab die Suppe pürieren. Eine Dose Kokosmilch rundet den Geschmack ab und verleiht ihr eine herrlich cremige Konsistenz. Sollte sie zu dickflüssig sein, einfach mit Wasser oder Fond verdünnen. Zum Schluss die Suppe mit Salz, Garam Masala und der Paste/dem Chutney abschmecken. Lecker ♥♥♥


Geschenk aus der Küche



Tipp:

Das Rezept ist nicht in Stein gemeißelt. Die Curry Paste muss nicht von Rajah sein und anstelle der Mango schmeckt auch Orangensaft prima.
Meine Freundin kocht immer noch einen Stängel Zitronengras mit. Auch gut. Ich persönlich liebe das Zimt- Ingwer-Aroma besonders. Tobt euch einfach aus. Vielleicht mögt ihr ja eure ganz persönlichen Kürbis-Highlights mit mir teilen.? :-)

Sonntag, 25. August 2013

Veganer Biskuitkuchen mit Zwetschgen

Zwetschgen sind die neuen Erdbeeren...und das ist gut so! So sehr ich die süßen Früchtchen auch liebe, nach wochenlanger Pressbetankung in allen Variationen steht mir der Sinn nach neuen Geschmacksspezereien. Da kommt mir der Zwetschgenbaum in unserem Garten gerade recht.


Die meisten Früchte brauchen noch ein paar Tage Sonne, aber zwei Hände voll haben es in mein Körbchen geschafft. Und weil ich so schön in Erntedank-Stimmung war, habe ich mir auch noch ein paar Tomaten und eine Hortensie geschnappt :-)





So, was tun mit der Herrlichkeit? Pflaumenkompott, Chutney oder einfach pur futtern? Nee! Jetzt mal ehrlich, was liegt an einem verregneten Sonntag näher, als ein Kaffeekränzchen mit lecker Kuchen? Selbstgebacken, versteht sich. Blöd zwar, wenn man weder Eier noch Butter im Haus hat, aber dafür eine gute Gelegenheit, mal wieder Veganes zu zaubern.


Rezept: Veganer Biskuitboden

Zutaten für eine Form mit 22 cm Durchmesser

115 g Mehl
125 ml Wasser
  90 g Wasser
3 EL Sonnenblumenöl
2 TL Backpulver
1 TL Vanilleschoten Extrakt

Belag
1 weiche Nektarine (die musste weg;-))
6-8 Zwetschgen
Konfitüre
Pflanzliche Sahne oder Sahne
Agavendicksaft oder Vanille-Akazienhonig (Bremer Teekontor)


Zubereitung

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Mixer/Kitchen Aid zu einem locker-fluffigen Teig verarbeiten. Den Teig in eine Spring-/Silikonform füllen und bei 180 Grad C Umluft ca. 20 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Den Biskuitboden ein paar Minuten abkühlen lassen und dünn mit Konfitüre (ich habe Himbeere genommen) bestreichen.

Nektarine und Zwetschgen in Spalten schneiden. Die Zwetschgen in Aganvendicksaft oder Honig marinieren und nach Lust und Laune den Biskuit belegen.
Sahne in einen Spritzbeutel füllen und den äußeren Rand des Obstkuchens damit dekorieren. Et voilà!




Ich kann nur sagen...fluffig, fruchtig, figurfreundlich und dabei richtig lecker. Der Obstkuchen ist total unkompliziert und blitzschnell zubereitet. Also genau das Richtige für unerwartete Gäste und süße Gelüste ♥♥♥



Dienstag, 9. April 2013

Macarons ♥ Viva la Diva!

Wenn man sich so umschaut im TV und auf dem Büchermarkt, kommt man schnell auf den Trichter. Backen ist das neue Kochen. Macarons, Whoopie Pies, Cake Pops, Cookie-Pops, Cup Cakes...Das ist Trendgebäck, nein, das sind Kunstwerke in Gläsern, am Stiel, mit Icing und Topping, in CandyMelts gebadet...

Das wär so gar nichts für eine liebe Freundin von mir. Sie kann die klebrig bis zähe Konsistenz von Teig einfach nicht leiden. Beim Naschen steht sie allerdings an vorderster Front und macht da auch keine Gefangenen. Vermutlich aus Rache.

Wie gut, dass sie mich hat. Teig und ich...wir können gut miteinander.

Meine neueste Leidenschaft sind Macarons. Quelle Surprise! Sind sie doch derzeit in aller Munde. Witzigerweise habe ich noch nie welche probiert, also bis auf meine eigenen Kreationen natürlich. Mich haben vor allem die niedliche Form und der farbenfrohe Anblick fasziniert.

Sie gelten als die Diven des mundgerechten Kleingebäcks. Ohne das sklavische Befolgen des richtigen Rezeptes geht da mal gar nix.



Das braucht man:

110g geschälte und gemahlene Mandeln ♥ 200g Puderzucker ♥ 3 Eiweiß (90g-abwiegen!)

20g Zucker ♥ 1 Prise Salz ♥ Lebensmittelfarbe

So geht das:

Ich mache es mir leicht  und arbeite mit fertig gemahlenen Mandeln. Obwohl bereits sehr fein, streiche ich sie, und auch den Puderzucker, durch ein Sieb. Nach dem Vermengen der beiden Zutaten siebe ich nochmals...sicher ist sicher!

Das Eiweiß mit Zucker, einer Prise Salz und der Lebensmittelfarbe sehr steif schlagen.

Nun Mandel-Zucker-Mischung mit dem Eiweiß und ordentlich Muskelschmalz verrühren, bis die Masse zäh und glänzend ist.

Den Teig 2-3 Minuten ruhen lassen und dann in einen Spritzbeutel füllen (keine Sterntülle verwenden). Gleichmäßige Tupfen (ca. 4 cm Durchmesser) auf Backpapier oder eine spezielle Silikonmatte (mein Favorit) setzen. 30 Minuten ruhen lassen, damit sich eine Haut auf den Teigtupfen bilden kann. Die Macarons behalten so beim Backen ihre Form und es bildet sich das typische Füßchen.



Nun wird es kniffelig. Die Macarons backen ca. 12-16 Minuten bei 140 Grad Ober- und Unterhitze. Jeder Ofen ist allerdings anders, daher hilft nur Ausprobieren. Bei mir müssen die Macarons 15-16 Minuten in der Röhre bleiben, um sie unfallfrei aus der Form zu bekommen.

!!! Macarons komplett auskühlen lassen, bevor man sie von der Matte/ Backpapier löst.

Hat man alles richtig gemacht, wird man mit einem wunderschönen Ergebnis belohnt.





Die Füllung - Das der Macarons

Ich habe so einiges ausprobiert: Frischkäse,  Schoko-Mousse... Aber ganz ehrlich? Es geht doch nichts über die gute Buttercreme! Finde ich zumindest. 

In Kombination mit selbstgemachter Marmelade, Dulce de Leche oder Lemon Curd ist sie einfach unwiderstehlich. Nicht zu süß mit herrlich subtilem Buttergeschmack.

Ich vermenge einfach zimmerwarme Butter mit der jeweiligen Zutat, bis Konsistenz und Geschmack stimmen. Im Spritzbeutel mit Sterntülle auf eine Schale spritzen. Deckel drauf, kühl stellen und fertig.

Gehaltvoll? Ja, klar! Aber für diese Geschmackssinfonie mache ich gerne ein paar zusätzliche Sit-ups.

Tipps: Die Schalen lassen sich sehr gut auf Vorrat produzieren. In einer guten Plätzchendose, ich habe diese hier von Crabtree & Evelyn, mit speziellen Luftlöchern im Deckel, bleiben sie locker drei Wochen frisch. 
Hochwertige Zutaten, wie z.B. Lebensmittelfarbe bestelle ich gerne bei  Pati-Versand.de





Gutes Gelingen und viel Freude am sinnlichen Genuss wünscht Euch

Eure Christiane ♥


Sonntag, 6. Januar 2013

Erdbeer-Tiramisu - Ein fruchtig süßer Start ins neue Jahr

"Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen". Hmm, ich fürchte die alte Bauernregel lässt tief blicken. Denn bisher entwickelt sich der erste Monat ja eher so mittel-winterlich. Sei`s drum...ich wünsche ein wunderbares, gesundes, kreatives 2013 mit unzähligen inspirierenden und genussvollen Momenten.

A propos genussvolle Momente. Den ersten, den ich in diesem Jahr mit euch teilen möchte, gehört eigentlich in den Sommer. Aber die Preisgabe der Zubereitung ist die No.1 auf meiner Hitliste der guten Vorsätze. Ich habe das Tiramisu auf meiner Gartenparty im August serviert und bin seitdem das Rezept schuldig geblieben. An dieser Stelle: Danke Franzi und Sabrina, dass ihr immer an mich geglaubt habt. Eure Geduld hat sich ausgezahlt :-) Hier ist es nun "DAS REZEPT". Der Jahreszeit entsprechend zwar mit TK-Früchten, aber trotzdem...mhhhh♥



Zutaten
250 g Magerquark
250 g Mascarpone light
200 ml Sahne
ca.250g Löffelbiskuits
Saft von 3 unbehandelten Orangen (300-400 ml)
Zesten einer Orange
ca.500 g TK- Erdbeeren
Agavendicksaft (Menge nach Gusto)
Vanille-Akazienhonig, z.B. Teehandels Kontor Bremen (Menge nach Gusto)

Zubereitung
Die Erdbeeren auftauen, in Stücke schneiden und mit dem Honig marinieren.
Zesten einer Orange schneiden.
Orangen auspressen.
Sahne steif schlagen und mit Mascarpone und Magerquark zu einer geschmeidigen Masse verrühren.
Mit Agavendicksaft süßen und die Zesten unterrühren.

Eine eckige Form mit Löffelbiskuits auslegen und großzügig mit O-Saft beträufeln. Nun abwechselnd Creme, marinierte Erbeeren, getränkte Biskuits und als letzte Lage die zweite Hälfte der Creme schichten.

Das Tiramisu mit Folie abdecken und ca. 2 Stunden kühlen. Kurz vor dem Servieren mit Kakao bestäuben. Im Sommer -anstelle des Kakaos- frische Erdbeeren in Scheibchen schneiden und als Dekoration auf dem Tiramisu verteilen.


Schöne Idee
Tiramisu in hübschen Gläsern anrichten oder für ein Picknick in verschließbare Weckgläser schichten.

Fazit
Ein herrliches Genusserlebnis zu jeder Jahreszeit. Könnte ich mir übrigens auch gut mit Mango und Maracuja vorstellen!















Dienstag, 11. Dezember 2012

Ich bin dann mal vegan


Hätte man mich vor drei Monaten nach der Top 10 meiner Lieblingsspeisen gefragt, wäre Spaghetti Bolognese mindestens auf Platz 5 gelandet. Mhhh...drei Stunden vor sich hin geschmurgelt, mit einer großzügigen Portion Parmesan...köööstlich

Die Zeiten sind nun vorbei.  Was mit einem 30-Tage Projekt begonnen hat, wurde zu einer Überzeugung, die nicht nur meine Essgewohnheiten komplett auf den Kopf gestellt hat. Aber ich greife vor.

Als Ernährungscoach ist es mein Job, mich mit unterschiedlichen Ernährungsformen auseinanderzusetzen. Vollwertige Kost und Vegetarismus zählen zu meinen Beratungsschwerpunkten. Damit kenne ich mich gut aus. Zumal ich mich vor ca. 15 Jahren für mehr als ein Jahr konsequent vegetarisch ernährt hatte. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, ging mir eigentlich sehr gut damit. Keine Ahnung, warum ich wieder der Fleischeslust verfallen bin?! 

Mit Veganismus hingegen hatte ich kaum Berührungspunkte und er wurde auch in meiner Ausbildung nur peripher behandelt. Somit unbekanntes Land. Nun sollte ich im Rahmen einer Ernährungsserie für die WAZ auch noch einen Artikel darüber schreiben. Hmmm, na suuuper und wahrlich eine Herausforderung. Der erste Entwurf war durchaus informativ...jedoch auch irgendwie blutleer. Da ich "Impulsiv" am besten kann, entschloss ich spontan, 30 Tage der veganen Ernährung zu folgen. Also, ran an die Tofuletten. Als Inspiration und erste Orientierung diente mir "Vegan for Fit" von Attila Hildmann. Für die wirklich lecker klingenden Gerichte werden weit weniger exotische Zutaten benötigt, als Nichteingeweihte annehmen würden. Die meisten Rezepte sind relativ unkompliziert.

Bis auf Mandel-/Cashewmus, Hefeflocken und Johannisbrotkernmehl habe ich fast alle der benötigten Basiszutaten immer im Haus. Sogar Agar-Agar! Niemand war erstaunter als ich ;-) Okay, ich muss es wohl gekauft haben, als die Straßen noch nicht geteert waren...über das MHD lege ich besser den Mantel des Schweigens.

„Veganismus ist eine vegetarische Ernährung, bei der nur pflanzliche Lebensmittel verzehrt werden. Alle Lebensmittel tierischer Herkunft- nicht nur Fisch und Fleisch, sondern auch Eier und Milch sowie Produkte daraus-werden abgelehnt“ Soweit die offizielle Erklärung eines Ernährungslexikons.

Doch hinter diesen zwei nüchternen Sätzen steckt so viel mehr. Das weiß ich jetzt, knapp 2,5 Monaten nach der Stunde Null. Niemals hätte ich gedacht, dass mir der "Verzicht" auf alle tierischen Nahrungsmittel so selbstverständlich in Fleisch und Blut übergehen würde. Es gab einige wenige Ausrutscher, tolle Begegnungen mit Gleichgesinnten, aber auch befremdliche Erfahrungen...sogar mit Freunden und Bekannten.

Der Startschuss fiel am 30. September. Ich hatte mir den "perfekten" Monat ausgesucht. Mein Oktober ist immer randvoll mit Geburtstagen (inkl. meinem) und Einladungen. Aber, was soll`s. Je zahlreicher die Versuchungen, desto größer ...was auch immer. Praktisch war wohl auch, dass ich mit abnehmendem Mond begonnen habe...so erklärte mir eine Freundin. *An dieser Stelle einen ganz lieben Gruß nach Berlin* Und im Nachhinein darf ich ihr zustimmen. Alles hat prima geklappt. In der ersten 10 Tagen habe ich überhaupt nicht bewusst vegan gekocht. Sprich, kein Rezept aus "Vegan for Fit" mit Tofu o.ä.. Ich habe einfach alles gegessen, was mir sowieso gut schmeckt. Offensichtlich war ich schon vor dem 30.09. eine Art 3/4 Veganer. 

Möhren-Kartoffel-Gemüse (Lieblings-Kinderessen)
Pasta con aglio, olio e peperoncino
Spaghetti alla puttanesca (ohne Sardellen)
Kartoffel-Sellerie-Pü (mit Reismilch)
Kürbissuppe
Ofengemüse
Bubbles & Squeak
Gemüsesuppen
Linseneintopf
Kartoffelcurry mit Kichererbsen...

...Rezepte folgen...

Die absolute Numero Uno auf meiner Frühstücks-Hitliste war/ist: 

      
             DAS TOMATENBROT
Zutaten
1 Scheibe Vollkornbrot
1 mittelgroße Tomate
1-1,5 TL Olivenöl
Basilikum nach Gusto
Salz & Pfeffer

Tipp: Das VK-Brot unbedingt toasten!

Schmeckt auch abends als Bruschetta mit Frühlingszwiebeln
und einem (oder zwei) Hauch Knoblauch.






Demnächst bei "Ich bin dann mal vegan": Der erste Einkauf oder die große Ahnungslosigkeit im Biomarkt.

Sonntag, 11. November 2012

It`s Tea Time, my Dear

Teegenuss...wunderbare Entschleunigung des Alltags. Heute war es endlich soweit. Ich habe Zeit und Muße gefunden, meinen heißgeliebten Samowar aus seinem Sommergefängnis zu befreien. Ich liebe Tee, mehr als Kaffee. Ich mag die Art der sensiblen Zubereitung und  das Gefühl der Entspannung, das damit verbunden ist. Ok, ich mache es mir auch gerne leicht und schmeiße gnadenlos einen Teebeutel ins heiße Wasser. Aber wenn ich mich richtig verwöhnen möchte, dann geht es bei mir multikulti-teeologisch zu. Das zarte Geschirr aus China, der Samowar aus Russland und Karl Heinz aus Mülheim. Who the f... is Karl Heinz? Jaaa, gute Frage. Er ist ein schwarzer Ceylonese, Chinese und auch Inder (klar, Karl Heinz eben)  mit Zimt, Orangen- und Zitronenschalen, Sternanis, Anis, Fenchel und Gewürznelken. Karl Heinz ist ein echt wilder Kerl, schmeckt aber absolut sanft, wohltuend und harmonisch. Quasi ein Must Have der Herbst-Winter-Saison. Käuflich zu erwerben bei Gschwendner Tee. Ebenso wie "Marani", ein unfassbar leckerer Grüntee aus China mit Sonnenblumen-, Rosen- und Kornblüten.


Foto: Tanja de Maan

Grüner Tee...
.

...      ...hat tatsächlich eine leicht  grüne Farbe in der Tasse.  Die kurzzeitige Dämpfung der Blätter verhindert die Fermentierung und damit die typische
         braune Farbe des schwarzen Tees. Schon 2700 v. Chr. tauchten in  der chinesischen Literatur die ersten Hinweise auf den Teestrauch auf1600 n. Chr. kam der Tee über den Seeweg nach Europa. Zunächst wurde er grün genossen.  200 Jahre später kam schließlich die schwarze Variante in Mode und verdrängte den grünen Tee. Heute ist er beliebter denn je und man kann ihn auch aromatisiert oder mit Fruchtstücken genießen. 







Zubereitung
Die richtige Zubereitung ist eine Kunst: Mal schmeckt der Tee zu
bitter, dann wieder zu fade - obwohl in der Anleitung eigentlich alles
beachtet wurde. Hier  sind einige  Tricks  für ein sicheres Gelingen

Pro Tasse verwendet man einen Teelöffel oder  einen Teebeutel.
Von einem Tee-Ei ist eher abzuraten, da sich die Blätter und damit
der Geschmack  darin nicht entfalten können.

Grüntee nur mit 60 bis 80 °C heißem Wasser übergießen, da er sonst
bitter werden kann.

Soll der Tee eine anregende Wirkung haben, läßt man ihn fünf
Minuten ziehen (nicht länger, sonst wird er bitter!). Eher beruhigend
wirkt er bei einer Ziehdauer von zwei bis drei Minuten.

Eine andere Methode: Man übergießt die Teeblätter mit ca. 70 °Grad
heißem Wasser und gießt das Wasser sofort wieder ab. Dann einfach
noch mal heißes Wasser nachgießen. Die Bitterstoffe verschwinden
und der Tee bekommt ein milderes Aroma.

Inhaltsstoffe
Theobromin, Koffein, Spuren von Vitamin C, B, E  sowie Fluorid, Zink, Kalzium,
Kalium, Jod, Kupfer und Mangan sind im grünen Tee enthalten. Während der
Gehalt an Vitaminen so gering ist, dass nur starke Teetrinker nennenswerte
Vitaminmengen mit dem Getränk  aufnehmen, ist  Tee eine der wenigen
Nahrungsquellen für Fluorid. Fluorid macht den Zahnschmelz härter und wirkt
so karieshemmend. Darüber hinaus ist grüner Tee reich an sekundären
Pflanzenstoffen wie den Polyphenolen. Diesen Pflanzenstoffen wird  eine Vielzahl
von positiven Wirkungen auf den Organismus zugeschrieben. So wirken
sie z. B. entzündungshemmend, schützen vor freien Radikalen und unterstützen
Entgiftungsprozesse im Körper.

Mehr zu einem meiner absoluten Lieblingsgetränke alsbald hier an dieser Stelle...bis dahin
brühe ich mir einen frischen Pfefferminztee (mhhh) auf und lausche... lalala...